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Europa 20.8.2012
 


Die europäische Einigung kommt nur schleppend voran, was auch an der schwachen Performance liegt, mit der die zugrundeliegende Idee den Menschen, die sich damit anfreunden sollen, präsentiert wird. Das real existierende Europa kommt immer nur im Zusammenhang mit Rettung vor, und Rettung ist nicht für alle positiv besetzt.
Debattiert wird allenthalben, ob Europa demnächst zerbricht, zerfällt oder nur auseinanderdriftet.
Befürchtet wird eine neue Nationalisierung, was bei der Vielzahl von Nationen unüberschaubar werden dürfte. Gerade Deutschland hat es nicht verstanden, den anderen Nationen zu verdeutlichen, dass ihr nationaler Gedanke überholt ist. Man könnte deutlich machen, dass es im Interesse aller ist, wenn nicht mehr die südlichen Nationen auf Deutschland wütend sind dafür, dass es sie mit Sparprogrammen überzieht, sondern wenn stattdessen Südeuropa von Mitteleuropa Geld will und die ganze Sache innerhalb Europas bleibt. Allerdings empfinden es viele Deutsche persönlich als Entlastung, wenn sie sich ein schlechtes Gewissen machen können wegen ihrer nationalen Zugehörigkeit und nicht wegen etwas, wofür sie selbst etwas können.
Hinderlich für das Entstehen eines vereinigten Europas sind nicht so sehr die Schulden, denn durch sie entsteht Geld, sondern die Demokratie, die zu einem großen Sprung nicht in der Lage ist. Um das Ziel eines demokratischen Europas zu erreichen, sollte man übergangsweise ein europäisches Kaiserreich gründen. Der Kaiser würde integrativ wirken, weil ihn alle ablehnen und alle deshalb für einen europäischen Parlamentarismus und eine europäische Verfassung kämpfen würden. Die Eurokrise könnte dem Kaiser angelastet werden, womit er zum Abdanken gezwungen wäre, die neue Währung startet schwächer, muss dafür aber nicht ständig gerettet werden.
Abgesehen von Personalquerelen ist die Inthronisierung eines kaiserlichen Herrschers leicht zu vollziehen. Man muss nur wie bei allem, was die Leute nicht wollen, ihnen vermitteln, dass dies schon längst Realität sei und man sich der Wirklichkeit nicht länger zu verschließen habe, wolle man nicht als hoffnungslos rückständig gerieren.
An der Personalfrage darf es aber auch nicht scheitern. Christian Wulff ist zu haben, gleichwohl konsensfähig dürfte Prinz Charles sein, der so doch noch eine Krönung erleben würde.


 





*  Das Kreuz mit dem „t“
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*  Seniorenhaft


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