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Seniorenhaft 3.9.2013
Martin Herrmann
 


Ein 80-jähriger Brasilianer saß 24 Jahre zu lange im Gefängnis. Der inzwischen auf ärztliche Betreuung angewiesene Mann habe habe freiwillig niemanden auf den Irrtum hingewiesen. Auch nicht vor 24 Jahren, als er wohl noch gesund war. Man fand bei der Inspektion noch fünf weitere Senioren, die schon lange auf freiem Fuß gewesen wären. Das Gefängnis hat weder dauernd fließendes Wasser noch Kanalisation. Der menschlichen Natur reichen eben vier Wände, und Gitter bedeuten nur die Gewissheit, dass Besuch nicht so leicht reinkann. In Freiheit wird der alte Herr bald sterben, wenn er nicht auf den Gedanken kommt, dass er immerhin 24 Jahre den Staat um Kost und Logis geprellt hat. Darauf stehen garantiert noch einmal einige Jahre Haft, vielleicht schafft er es ja zu lebenslänglich.

Wenn die Senioren auf die Idee kommen, per Gesetzesübertritt eine Grundversorgung zu erlangen, sollte man die Gesetze altersgerecht anpassen. Nicht, dass immer irgendwelche Familientragödien für Schlagzeilen sorgen müssen, wo doch der Alte bloß eine einfache Unterkunft sucht.


 





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