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Print 5.8.2013
 


Vom Print-Bereich sprechen Medienfachleute, wenn sie das Geschäft mit auf Papier gedruckten Zeitungen, Zeitschriften und in selteneren Fällen Büchern meinen und darin übereinstimmen, dass da nicht mehr viel zu holen ist außer Verlusten. Das Zeitungswesen sei überholt, lautet die herrschende Meinung; moderner und in nächster Zukunft immer noch zukunftsträchtig sei das Internet, wobei da zwar auch nicht viel zu verdienen ist, aber es kostet erst einmal weniger und sieht besser aus, weil der Bildschirm mal futuristisch war, wogegen Papier nach wenigen Tagen zu Altpapier wird.
Der bekannte Konzern Axel-Springer-AG hat nun von dieser Ansicht erfahren und in letzter Minute seine Zeitungen für einen mehrstelligen Betrag an die ehemalige Konkurrenz verkauft. Besonders bemerkenswert daran ist das dem zugrundeliegende Vertrauen in den Euro.
Verwundert war die Branche, weil man nicht glaubt, dass der Verkaufserlös der Sinn der Sache gewesen sein soll, sondern es irgendwo im Internet eine Möglichkeit zum Profitmachen geben muss, von der die Experten noch nichts wissen. Nur die Bild-Zeitung bleibt wie gehabt analog, weil die großen Buchstaben nicht auf einen mittleren Bildschirm passen.
Mutmaßungen darüber, was das neue Geschäftsmodell von Springer beinhaltet und wie es funktioniert, beschäftigen die Beobachter. Eine Anlage des Gewinnes als Festgeld oder auf dem Sparbuch, um von den Zinsen zu leben, ist auszuschließen, weil die Zinsen zu niedrig sind.
Naheliegender erscheint die Umwandlung des Springer-Hochhauses in ein soziokulturelles Zentrum mit Projekten für benachteiligte Jugendliche und Graffiti-Kursen, so dass man wenigstens Fördergelder vom Berliner Senat beziehen würde.
Auch eine Vermietung der Räume an Berlin-Touristen wäre trotz Bettensteuer eine verlässliche Einnahmequelle. Der Paternoster ist bereits Kult.
Man kann davon ausgehen, dass die guten Beziehungen von Frau Springer zu Frau Merkel eine Beratung hinsichtlich des Umgangs mit Geld mit sich gebracht haben und der Konzern sich zu einer griechischen Lösung entschlossen hat, was bedeutet, dass man zwecks Steuerersparnis gar nichts mehr verdient, Schulden anhäuft und sich retten lässt.


 





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